Vorsichtsmaßnahmen Bilharziose-Erreger
können in manchen Teichen und Flüssen landesweit, vor
allem in Phitsanulok, Phichit und Surat Thani vorkommen, das Schwimmen
und Waten in Binnengewässern sollte daher vermieden werden.
Gut gepflegte Schwimmbecken mit gechlortem Wasser sind unbedenklich.
Landesweit besteht das Übertragungsrisiko von Borreliose/Lymekrankheit
durch Zecken v.a. in Gräsern, Sträuchern und im
Unterholz. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende
Mittel.
Das durch Stechmücken übertragene Dengue-Fieber
kommt landesweit vor. Es empfiehlt sich ein wirksamer Insektenschutz.
In den Grenzgebieten im Westen und in den Feuchtbiotopen an der
Südostküste tritt die durch Insekten verursachte Filariose
auf. Reisende reduzieren die Übertragungsgefahr, wenn sie
einen wirksamen Insektenschutz benutzen.
Fleckfieber
tritt vor allem im Buschland im Norden und Nordosten auf. Das Fieber
wird durch Kleiderläuse ausgelöst. Um sich zu
schützen sollte man regelmäßige
Körper- und Kleiderhygiene betreiben. Nur in seltenen
Fällen sollte eine Impfung erwogen werden.
Hepatitis A
und Hepatitis B
kommen landesweit vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell
empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem
Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung
sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.
HIV/Aids
ist weit verbreitet und eine große Gefahr für alle,
die Infektionsrisiken eingehen: Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder
Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches
Gesundheitsrisiko bergen.
Erhöhtes Ansteckungsrisiko für Japanische
Enzephalitis besteht von Mai bis
Oktober vor allem in den ländlichen und suburbanen Gebieten im
Norden.
Tollwut
kommt landesweit vor. Überträger sind u.a. Hunde,
Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für
Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei
längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei
Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in
Anspruch nehmen.
GesundheitsvorsorgeIn
größeren Ortschaften ist die medizinische Versorgung
sehr gut, auf dem Land entspricht sie eventuell nicht
europäischem Standard. Alle großen Hotels haben
Bereitschaftsärzte. Der Abschluss einer
Reisekrankenversicherung sowie einer Reiserückholversicherung
wird empfohlen. Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und
unterwegs den Temperaturen entsprechend geschützt werden.
VogelgrippeZuletzt starb Ende Juli
2006 ein Mensch an der Vogelgrippe in Thailand. In einem Merkblatt
veröffentlicht das Auswärtige Amt folgende Hinweise
zur Vogelgrippe:
Reisen in betroffene Länder werden zum gegenwärtigen
Zeitpunkt als unbedenklich angesehen.
Der Kontakt mit lebendem oder totem Geflügel sollte jedoch
vermieden werden.
Kein Besuch von Vogel- oder Geflügelmärkten.
Das Mitbringen von Vogelprodukten (einschließlich Federn) aus
betroffenen Ländern in die EU ist verboten.
Der Verzehr von Geflügelfleisch oder Eiern ist nach
derzeitigem Wissensstand unbedenklich, wenn diese gut gekocht sind.
Verzicht auf Halten von Ziervögeln bei Aufenthalt in den
betroffenen Regionen.
Ein gegen Vogelgrippe wirksamer Impfstoff steht gegenwärtig
nicht zur Verfügung.
Anmerkung[1]
Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber
wird von Reisenden verlangt, die innerhalb von zehn Tagen nach
Aufenthalt in den von der WHO ausgewiesenen Infektionsgebieten
einreisen wollen und über ein Jahr alt sind. Ausgenommen sind
Transitpassagiere, die den Transitraum in Thailand nicht verlassen.
Sollte keine Gelbfieberimpfbescheinigung vorgewiesen werden
können, wird eine Quarantäne von sechs Tagen
verhängt bzw. wird der Reisende ausgewiesen. [2]Malaria
in der gefährlicheren Form Plasmodium
falciparum kommt
ganzjährig in ländlichen Regionen und vor allem in
den Wäldern und Hügellandschaften im ganzen Land und
vor allem in den Grenzgebieten vor. Ein hohes Malariarisiko besteht
auch in den Touristengebiete im Goldenen Dreieck, der Küsten,
im Khao Sok Nationalpark und auf einigen Inseln (z.B. Ko Chang und Ko
Mak vor Trat). Die Städte und wichtigsten Fremdenverkehrsorte
(Bangkok, Chanthaburi, Chiang Mai, Chiang Rai, Pattaya, Phuket, Ko
Samui) gelten als weitgehend malariafrei. Starke Chloroquin-,
Sulfadoxin/Pyrimethamin- und Mefloquin-Resistenz wurde gemeldet. [3]
Wegen der Gefahr möglicher Infektionen
ist auf eine sorgfältige Trinkwasser- und
Nahrungsmittelhygiene zu achten. Wasser sollte generell vor der
Benutzung zum Trinken, Zähneputzen und zur
Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig
sterilisiert werden. In den meisten Hotels wird jedoch
abgefülltes Trinkwasser kostenlos zur Verfügung
gestellt. Milch ist außerhalb der Stadtgebiete nicht
pasteurisiert und sollte ebenfalls abgekocht werden. Milchprodukte aus
ungekochter Milch am besten vermeiden. Fleisch- und Fischgerichte nur
gut durchgekocht und heiß serviert essen. Der Genuss von
Schweinefleisch, rohen Salaten und Mayonnaise sollte vermieden werden.
Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden. Vor
dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen
Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt.